Es geht los.

Seit heute habe ich meinen Lauf Trainings Plan. (Start 01.05.) Und bin gleich schon mal hochmotiviert losgerannt… heimlich schon mal ein bisschen trainieren, damit es später leichter wird.

Fühlte sich etwas befremdlich an… diese 2. Erschütterung, die bei jedem Schritt durch meinen Körper ging

Bis mir klar wurde: Das ist der Speck.

Bäh.

Irgendwer soll mal gesagt haben, man soll so lange laufen, wie es Spaß macht.

-> Ich hab dann mal umgedreht.

Nein, nicht sofort. Doch die geplante Strecke habe ich nicht durchgehalten.

Puh… fieser Start… aber war ja zum Glück noch außer Konkurrenz. Und ich hatte viele gute Ausreden… äh… Gründe 😉

Doch ganz ehrlich? Das deprimierende Gefühl des Schwabbels on Tour war der wirkliche Grund. Ich fühlte mich scheußlich. So maximal unfit.

Jetzt verstehe ich die Menschen, die trotz brutalstem Übergewicht nicht in Bewegung kommen.

Es ist dumm, das ist klar und das wissen diese Menschen auch. Doch ich kann es jetzt verstehen.

Ich werde Morgen wieder raus gehen und laufen. Doch eines ist klar: Der Plan, bis Jahresende Marathonfit zu sein, wird härter als erwartet… NOCH härter.

Wieso?

Weil ich eine enorm starke von weg Motivation habe: Ich erinnere mich sehr genau an das Gefühl, die der ganze Bauchspeck noch nach unten sackte, während mein restlicher Körper längst in eine neue Richtung in Bewegung war.

No, Nay, Never no more! Das ändert sich jetzt!

Ein Glück dass ich mit Fanny, die ja bei LoS! Laufen ohne Schnaufen , Ihrem Laufprogramm bei Fanntastisch, Couchpotatoes zu Läufern macht, genau die Richtige dabei habe. (und ein oder zwei Tricks kenn ich als UnZiele Mentor ja auch)

Doch das Coolste: Wir haben beschlossen, gemeinsam Live-Online-Lauf-Runden anzubieten und die Reise vom Renn-Moppel zum Marathon-Anwärter zu dokumentieren. Du kannst uns also auf dem Weg begleiten. Und mit machen, wenn du willst!

(oh Gott, wird das peinlich… 🥵 )

Wie sagt man so schön: Stay tuned.

Oder: Warum hast du meine Träume verraten?

Was würde mein jüngeres Ich wohl sagen, wenn es wüsste, was aus ihm werden wird? “Was ist bloß aus Dir geworden? Warum hast Du meine Träume verraten?” – Ich weiß nicht wirklich, was es sagen würde aber ich kann mich noch gut an meinen Traum erinnern:

Kind liegt und träumt von seinem Lebenstraum. Lebensziele erreichen mit Zieltraum.
Yaruta

Mit 8 Jahren hatte ich ein großes Ziel. Einen Herzenstraum, einen Lebenstraum, den ich erreichen wollte – ach quatsch – von dem klar war, dass ich dieses Ziel erreiche: Tierarzt.

Mein Lebenstraum

Ich wollte Tierarzt werden. Mit eigener Praxis. Ich liebte Tiere. Besonders die flauschigen und verspielten. Und ich konnte die Vorstellung nicht ertragen, dass solch ein armes Geschöpf leiden musste. (Ja, ich bin sehr behütet aufgewachsen.)

Der Umbau des Hauses meiner Großeltern inkl. Anbau zu einer Tierarztpraxis war quasi schon fertige Sache. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, mit welcher Begeisterung ich in meinen Ferien durchs Haus meiner Großeltern geschlichen bin und die Räume vermessen habe. Ich habe exakte Pläne gezeichnet und mir ausgemalt, wie es wohl werden würde, hier auf dem Dorf eine Tierarztpraxis zu haben. Ich habe sogar ein Buch über Tierpflege gelesen, dass ich auf dem Dachboden meiner Großeltern gefunden habe.

Leidende Tiere würden zu mir gebracht und ich würde sie wieder heil machen, den ich würde ein großartiger Tierarzt werden. Das war klar! – Einfache und wunderschöne Welt.

Ein bisschen erschreckend war es schon, dass ich keine Vorstellung hatte, wie ich den Anbau ermöglichen sollte und auch meinen Großeltern zu erklären, dass ihr Wohnzimmer bald von kranken Tieren belagert würde, gehörte zu den Dingen, über die ich mir noch irgendwann Gedanken machen wollte.

Lebenstraum trifft Realität

Dann kam die “Realität”. – Ich glaube meine Oma war es, die mich mitten in der Planung meines Lebenstraums, mit dem Zollstock in der Hand erwischte und zur Rede stellte. Sie war es auch, die meine Welt erschütterte, als sie mir liebevoll erklärte, dass ich dann auch Spritzen geben müsste. SPRITZEN! Du kannst sicherlich meinen Ekel und meine Bestürzung nachvollziehen, die ich bei der Vorstellung empfand, einem armen, unschuldigen, flauschigen Kaninchen ein kaltes Stück Metall in den Körper stechen zu müssen. – Das war einfach unmöglich.

Lebenstraum trifft Realität: Spritzen
unsplash-logoWendy Scofield

So platzte dieser “Lebenstraum” wie eine Seifenblase am Kaktus und ich gammelte die restlichen Ferien vor dem Fernseher herum. Und die nächsten auch. – Ich gebe zu: Frustrationstoleranz war nicht meine größte Stärke 😉

Schade. Denn in der kurzen Phase meiner Zielbegeisterung habe ich so viel gelernt. Heute kann ich spritzen. Ich mag es nicht. Doch mir ist der Nutzen klar, den es bringen kann. Und ich bin ja keine 8 mehr.

Wie wäre es wohl gekommen, wenn ich bestärkt worden wäre? Wenn mein Umfeld mir Rückhalt gegeben hätte, statt mich auf den “Boden der Realität” zurück zu holen? Wenn sie mir vielleicht sogar gezeigt hätten, wie ich solch große Ziele planen könnte und sie auf kleine Ziele runterbrechen?

Tierarzt werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr. Und ich glaube auch, dass das gut so ist. Doch ich habe in den Jahren seit der Begegnung mit der Realität viele Träume gehabt, kleine, große und gefühlte Lebensträume, die beim Kontakt mit der Realität wie Seifenblasen zerplatzen.

Lebensträume kamen und gingen

Ich habe Firmen mit Freunden eröffnet und wir haben uns wieder getrennt, ich habe Partnerschaften geschlossen, nur um zu merken, dass unsere großen Ideale doch nicht kongruent waren. Ich habe für Projekte gearbeitet, die dann doch nie kamen und auch genau so wenig Geld brachten.

Viele der Erfahrungen waren nicht schön, andere schon – doch das sollen andere Geschichten werden – und sie haben mich viel gelehrt. Über Lebensträume, Ziele, Realität und Menschen. Doch ganz besonders darüber, wie sehr wir uns selbst verarschen, wenn wir an etwas glauben WOLLEN.

Wie sehr doch die rosarote Brille bei jedem neuen Projekt aufgesetzt wird und selbst die weicheste Vereinbarung plötzlich wie eine verlässliche und belastbare Basis aussieht. Einfach weil wir es wollen.

Wie wichtig es ist, sich mit einem Mentor oder Coach über Ideen und Pläne unterhalten zu können. Das entfernt so schnell die rosa Brille – oder macht sie zumindest so bewusst, dass es meine Entscheidung bleibt, ob ich sie tragen will 🙂

Lebe Deinen Traum!

Traust Du Dich, Deinen Traum zu leben?Der Schlüssel zu einem glücklichen Leben, liegt im Verwirklichen unserer Träume.

Jetzt endlich starten!

Du hast einen Traum. Ob Du nun Tierarzt werden möchtest oder Pilot oder Deine eigene Unabhängigkeit erreichen willst.

Herzlichen Glückwunsch. Denn hier beginnt eine wunderbare Reise voller Begeisterung und Freude – Wenn Du sie richtig angehst.

Weißt Du noch, wie wir als Kinder mit Träumen umgegangen sind?

Wir sind voll darin aufgegangen, haben es gespielt, davon erzählt… Jedem, der es hören wollte. Und dann auch den Anderen. Und wir waren Feuer und Flamme!

Mit dieser unglaublichen Begeisterung haben wir bald Unterstützer angezogen. Denn nicht Jeder lebt seinen eigenen Traum. Manchmal ist es auch wundervoll den Traum eines Freundes zu begleiten und mit einzusteigen.

Wir haben Fragen gestellt, gelernt, ausprobiert. Wir sind auf die Nase gefallen und wieder aufgestanden. Und wir haben weiter gemacht. Wir haben gemeinsam gelernt, geheilt und sind gemeinsam gewachsen.

“Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.” Samuel Beckett

Und kannst Du Dich noch erinnern, wie auch der Traum sich veränderte? Er wurde konkreter. Heute würde ich sagen: Aus dem Traum wurde ein Ziel.

Irgendwann wussten wir genug und hatten genug ausprobiert um zu wissen, was nötig ist, um tatsächlich an unser Ziel zu gelangen.

Wir schmiedeten Pläne, gründeten Banden und trieben uns gegenseitig an weiter zu machen. Denn vor den Freunden und “Followern” einknicken: undenkbar!

Und wie war es, gemeinsam das Ziel zu erreichen? Die Freude, gemeinsam jubeln, tanzen, schreien vor Glück und am Ziel der Träume angekommen zu sein.

Klar gehörte das Teilen der gemeinsamen Beute mit dazu. Und wir hatten gemeinsam so viel mehr gewonnen als nur das Ergebnis unserer Bemühungen.

Und wären wir alleine überhaupt jemals dort angekommen? Hätten wir ohne die aufmunternden Worte, die Ideen und gemeinsamen Träume je die Kraft gehabt, bis zum Ende durchzuhalten?

Lebensziele erreichen ist nicht schwerer geworden.

Im Gegenteil: Es war noch nie so leicht an Informationen zu kommen und sich zu vernetzen, wie heute.

Nur in unseren Köpfen wurden wir klein gemacht:

Die Angst zu versagen, übervorteilt zu werden oder mit unseren verrückten Ideen – unserem Wunsch unsere Lebensziele zu erreichen – nicht akzeptiert zu werden macht uns kleiner als wir jemals waren.

Welchen Traum würdest Du als erstes erleben wollen, wenn es einen Ort gäbe, an dem alles möglich ist, Du frei bist und einfach Du sein darfst?

zieltraum.

Gemeinschaft

Lebe Deinen Traum – Doch wieso solltest Du das alleine tun?So wie alleine spielen nie wirklich Spaß gemacht hat, so bekommen auch unsere Träume erst so richtig Power, wenn wir sie gemeinsam erleben.Teile Deine Träume und gewinne Unterstützer!

Nutze die Power der Gruppe!

Was würde mein jüngeres Ich wohl sagen, wenn es wüsste, was aus ihm werden wird?

“Was ist bloß aus Dir geworden? Warum hast Du meine Träume verraten?” – Ich weiß nicht wirklich, was es sagen würde aber ich kann mich noch gut an meinen Traum erinnern:

Mit 8 Jahren hatte ich ein großes Ziel. Einen Lebenstraum, den ich erreichen wollte – ach quatsch – von dem klar war, dass ich dieses Ziel erreiche: Tierarzt.

Ich wollte Tierarzt werden. Mit eigener Praxis. Ich liebte Tiere. Besonders die flauschigen und verspielten. Und ich konnte die Vorstellung nicht ertragen, dass solch ein armes Geschöpf leiden musste. (Ja, ich bin sehr behütet aufgewachsen.)

Der Umbau des Hauses meiner Großeltern inkl. Anbau zu einer Tierarztpraxis war quasi schon fertige Sache. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, mit welcher Begeisterung ich in meinen Ferien durchs Haus meiner Großeltern geschlichen bin und die Räume vermessen habe. Ich habe exakte Pläne gezeichnet und mir ausgemalt, wie es wohl werden würde, hier auf dem Dorf eine Tierarztpraxis zu haben. Ich habe sogar ein Buch über Tierpflege gelesen, dass ich auf dem Dachboden meiner Großeltern gefunden habe.

Leidende Tiere würden zu mir gebracht und ich würde sie wieder heil machen, den ich würde ein großartiger Tierarzt werden. Das war klar! – Einfache und wunderschöne Welt.

Ein bisschen erschreckend war es schon, dass ich keine Vorstellung hatte, wie ich den Anbau ermöglichen sollte und auch meinen Großeltern zu erklären, dass ihr Wohnzimmer bald von kranken Tieren belagert würde, gehörte zu den Dingen, über die ich mir noch irgendwann Gedanken machen wollte.

Dann kam die “Realität”. Ich glaube meine Oma war es, die mich mit dem Zollstock in der Hand erwischte und zur Rede stellte. Sie war es auch, die meine Welt erschütterte, als sie mir liebevoll erklärte, dass ich dann auch Spritzen geben müsste. SPRITZEN! Du kannst sicherlich meinen Ekel und meine Bestürzung nachvollziehen, die ich bei der Vorstellung empfand, einem armen, unschuldigen, flauschigen Kaninchen ein kaltes Stück Metall in den Körper stechen zu müssen. – Das war einfach unmöglich.

So platzte dieser Traum wie eine Seifenblase am Kaktus und ich gammelte die restlichen Ferien vor dem Fernseher herum. Und die nächsten auch. – Ich gebe zu: Frustrationstoleranz war nicht meine größte Stärke 😉

Schade. Denn in der kurzen Phase meiner Zielbegeisterung habe ich so viel gelernt. Heute kann ich spritzen. Ich mag es nicht. Doch mir ist der Nutzen klar, den es bringen kann. Und ich bin ja keine 8 mehr.

Wie wäre es wohl gekommen, wenn ich bestärkt worden wäre? Wenn mein Umfeld mir Rückhalt gegeben hätte, statt mich auf den “Boden der Realität” zurück zu holen? Wenn sie mir vielleicht sogar gezeigt hätten, wie ich solch große Ziele planen könnte und sie auf kleine Ziele runterbrechen?

“Lebe Deinen Traum. Wir sind das unterstützende Umfeld, dass Du dazu brauchst.” zieltraum

Schritt für Schritt den eigenen Traum leben!

Bist Du es satt anderen zuzusehen, wie sie ihre Träume leben und selber an Deinen Zielen zu scheitern? Kleiner Spoiler: Du bist perfekt. Finde heraus, wie Du Deine Träume lebst, ohne Dich zu verbiegen.

Bleib Dir treu!

Starte in der zieltraum Gemeinschaft durch und lebe Deinen Traum!

Begleitet von Coaches, Trainern, Projektleitern und der Gemeinschaft (nicht zu vergessen jede Menge Online-Inhalte) durchlebst Du im zieltraum-Programm 12 Schritte, mit jeweils einem klaren Ziel. Diese Schritte sind drei großen Stufen zuzuordnen die Dich Deinem Traum Schritt für Schritt näher bringen:

Starte jetzt durch!

Nicht reden – TUN!

Wie lange versuchst Du schon, Deinen Traum zu leben – oder zu verdrängen?Was ist Dir diese verlorene Lebenszeit wert?Und was würdest Du Dir am Ende Deines Lebens sagen – rückblickend auf Dein bisheriges Leben?

Nutze Deine Chance!

Es führen mehrere Wege zur Selbsterkenntnis, wer du wirklich bist, was dich aus macht. Und sie sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können.

Da jeder Mensch andere Stärken und Bedürfnisse hat, werden im Folgenden drei sehr unterschiedliche Wege zur Selbsterkenntnis beleuchtet. Möglicherweise ist jeder für sich ein “kleines bisschen” extrem. Vielleicht aber ist einer davon auch für dich genau richtig.

Der Weg des Einsiedlers

Eines der häufigsten Probleme beim Versuch, das Leben deiner Träume zu leben, ist der Einfluss des Umfelds.

Die Gesellschaft hat eine Erwartung dir gegenüber. Deine Freunde, Kollegen und Familie kennen dich auf eine Art, die sie gewissen Verhaltensweisen erwarten lässt.

Es gibt sozusagen eine Formvorlage unseres Charakters. Unsere Rolle passt in die Erwartungen unseres Umfelds wie ein Puzzlestück

3 Wege zur Selbsterkenntnis – Unsere Rolle passt in die Erwartungen unseres Umfelds wie ein Puzzlestück
unsplash-logoRyoji Iwata

Eine Rolle, bestehend aus den Erwartungen und Erfahrungen unseres Umfelds. Es ist die Rolle, die wir täglich spielen. Die Maske die wir tragen, auch wenn wir eigentlich innerlich bereits weiter gegangen sind und uns entwickelt haben. Doch wir können es nicht ausleben. Der Maskensog hält uns in der alten Form. Die Erwartungen unseres Umfelds an unsere Identität fesselt uns.

Doch was, wenn wir die Fesseln sprengen und ausbrechen

Die meisten Menschen, reagieren sie mäßig aufgeschlossen, wenn sich plötzlich ein Element ihrere Welt beginnt zu verändern. “Du kannst doch nicht einfach…” “Du meinst doch nicht, dass das etwas verändert…” sind typische Satzelemente, die du plötzlich zu hören bekommst. Und du findest dich schnell in einer Disskussion, in der du deine gewählte Veränderung rechtfertigen darfst. Rechtfertigen, vor Menschen, von denen du vielleicht eher Unterstützung erhofft hattest

Du kannst dich statt dessen nach Innen besinnen. Den Einfluss deiner Mitmenschen reduzieren und dich mehr darauf konzentrieren, was du wirklich selber willst.

3 Wege zur Selbsterkenntnis – Der Weg des Einsiedlers
unsplash-logo
Katherine Moran

Und auch mag sich der Rückzug zwar lohnen, um sich in der Ruhe Klarheit zu verschaffen, über die eigenen Bedürfnisse. Doch das Traumleben der Meisten von uns beinhaltet vermutlich ein Leben außerhalb der Höhle.

Insb. sind die Höhlen im deutschen Voralpenland als Wohnort für den Durchschnittseuropäer leider nur mäßig empfehlenswert und auch rechtlich problematisch.

Was zumindest bedeutet: Das ist keine Dauerlösung.

Du wirst also die Stärke brauchen, deinen Traum auch gegen den Gegenwind deines Umfelds durchzusetzen.

Der Weg des Egoisten

Es ist doch wahr: wir sagen dauernd “Ja” zu Dingen, die wir gar nicht wollen. Weil wir niemanden verletzen wollen, weil wir höflich sein wollen, weil wir gemocht werden wollen.

Und doch ist jedes diplomatische “Ja” eine Lüge, wenn wir eigentlich “Nein” meinten.

Witzigerweise hilft uns unser System dann gerne. Wir vergessen den Termin der Party, auf die wir nur aus Höflichkeit gehen würden in den Kalender einzutragen, verknacksen uns den Knöchel, kurz vorm Umzug dieses entfernten Bekannten, bei dem wir nur zugesagt haben, weil es zu dieser unangenehmen Stille gekommen ist…

Ärgerlich daran ist nur: Weder wir selbst, noch unser Umfeld findet das auf Dauer toll.

Ehrlicher wäre es da doch, einfach gleich ehrlich zu sein: “Nein, ich mag nicht auf Deine Party kommen.” – “Ob ich einen Termin habe? Nein. Ich habe einfach keine Lust.”

Dieser der Wege der Selbsterkenntnis führt durch die Wahrheit. Kalt, klar, direkt.

3 Wege zur Selbsterkenntnis – Der Weg des Egoisten
unsplash-logoWarren Wong

Sicherlich gibt es auch freundlichere Varianten. Und doch ist es mal eine spannende Übung für viele Menschen, einfach mal ehrlich zu sein und zu seich selbst zu stehen.

Der Nachteil: Man wird leicht als Egoist wahr genommen, denn es kann nicht jeder damit umgehen, nicht freundlich belogen zu werden, sondern die ungeschminkte Wahrheit zu hören.

Der Vorteil: Die Menschen die bleiben, gewöhnen sich irgendwann daran, dass sie sich auf das verlassen können, was du sagst. Auch im Guten. Und dein System wird dich darin unterstützen. Du wirst merken, dass Du plötzlich deutlich weniger Schusselig und vergesslich sein wirst.

Und: Du wirst nicht nur deine Freunde besser erkennen, sondern auch dich selbst auf diesem Weg deutlich besser kennen lernen.

Der Weg der Kommunikation

Nicht für Jedermann bieten sich die beiden genannten Wege zur Selbsterkenntnis an. Als Eremit ist man doch recht allein und als stets die Wahrheit sprechender Egoist braucht man ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und muss Trennungen von Menschen akzeptieren, die mit zu viel Wahrheit nicht umgehen können.

Doch was wäre, wenn du einfach mit Menschen reden könntest, um zu erfahren, wer du bist? Um dich selbst besser zu verstehen?

Der Weg der Kommunikation - Wege der Selbsterkenntnis
unsplash-logoAnna Vander Stel

Es kann so einfach sein…

Frag doch einfach mal dein Umfeld. Deine Freunde, deine Eltern, vielleicht sogar deine Kollegen, welches Bild sie von dir haben. Was sind deine Stärken und Schwächen? Wenn du ein Superheld wärst, wer wärst du? Was ist an dir besonders? Besonders liebeneswert? Was ist evtl unangenehm?Du wirst dich wundern, welche Erkenntnisse du über dich in solchen Gesprächen gewinnen kannst und wie viel du bei der Gelegentheit über dich lernen kannst.

Denn wenn einer deiner Kontakte ein Bild von dir hat, ist das eines. Doch wenn sich eigenschaften davon durch viele Beschreibungen von nahestehenden Menschen ziehen, dann garfst du vielleicht darüber nachdenken.

So unterschiedlich die Wege zur Selbsterkenntnis auch sind, so führen sie doch alle zu einem: Näher zu deinem wahren Ich.

Egal ob Einsamkeit, Ehrlichkeit oder Kommunikation. Du kannst auf jedem dieser Wege mehr über dich selbst erfahren. Und mehr Bewusstsein über dich selbst führt zu mehr Verständnis, was dich wirklich motiviert und wie du deine Ziele leichter erreichst.

Ich will eine Pause! Keine 5 min, nein: Eine Richtige! So mit “Kopf endlich mal wieder richtig frei kriegen” und endlich mal nicht das Gefühl haben, gejagt zu werden von meinen 134.658 Aufgaben.

Ich kann nicht mehr! Jeden Tag gegen den Social-Media-Strom anschwimmen. Posten, posten, kommentieren… alles um nicht vergessen zu werden. Um vielleicht doch eine Marke aufbauen zu können, vielleicht doch als Coach erfolgreich zu werden.

Was war?

Vergessen.

Schnell eine Tasse Kaffee – Dann geht es weiter…

Pause machen vorm Laptop mit einer Tasse Kaffee – Ich will eine Pause
Alessandro Bianchi

Willkommen in meinem Kopf

Werbung schalten, den Kongress bewerben, Herzblut hinein stecken, über den eigenen Schatten springen. Und etwas geschockt die Auswertung sehen: 8,53 € pro Klick? Wahnsinn. Dann lieber wieder abschalten.

Die Beobachtung:
Jeder 100. Besucher der Webseite bucht den Kongress.
Jeder 10. Besucher eines Kongresses bucht das Premium-Programm.

Die Rechnung:
8,53 x 100 x 10 = 8.530 € pro Teilnehmer in einem Programm für 360 € im Jahr.

Nicht nur, dass ich ein Werbe-Budget von 853.000 € bräuchte, um die 100 Teilnehmer in mein Programm zu bekommen, die finanziell dafür sorgen würden, dass ich mich voll um diese Gruppe kümmern könnte…
Bis der ROI (return of investment) erreicht wäre, müsste jeder Teilnehmer 23,7 Jahre zahlendes Mitglied bleiben. Und das nur um das Werbebudget auszugleichen. Gelebt hätte ich in diesen 23,7 Jahren dann von Luft und Liebe.

Kurz: Irgendwas passt da noch nicht.

Wie haben das Andere geschafft? Ist die Zeit des sichtbar Werdens über Facebook vorbei? Müssen neue Strategien her? Oder ist meine Werbung einfach zu schlecht?

Orientierung

Zugegeben: Ich sollte vielleicht meinen eigenen Ratschlag befolgen und manche Dinge von Experten erledigen lassen. GERADE weil Geld und Zeit knapp sind.

Oder will ich noch 5 Jahre auf Minimum vor mich hin vegetieren?

Gerade stelle ich fest, wie mich das Schreiben vom ursprünglichen Titel entfernt hat: Ich will eine Pause.

Doch, wenn man darüber nachdenkt: So weit fort haben mich meine Gedanken gar nicht getrieben.

Will ich wirklich eine Pause?

Ja! Will ich! Ich will die Füße hoch legen und endlich meine Ruhe haben. Doch wovon?

Ich will eine Pause. Wirklich!

Ich will eine Pause davon, teuer Werbung zu schalten, die dann nicht konvertiert!

Ich will eine Pause von Kooperationen, bei denen ich nur drauf zahle.

Ich will eine Pause vom Schreiben auf Facebook. Ich treffe ja offensichtlich nicht den Nerv der Zeit für die digitale Bildzeitung, sondern stecke nur Unmengen an Zeit in ein schwarzes Loch.

Ich will eine Pause von Fehlinvestitionen in Firmen, die viel Versprechen und mich nach halb getaner Arbeit sitzen lassen. (Ja, Verträge mit horrenden Strafen hätten das verhindern können… ich werde das für die Zukunft ergänzen 😀 )

Ich will eine Pause davon, mir über Verträge und Rahmenbedingungen den Kopf zu zerbrechen. Bis hin zu der Frage, ob mein Geschäftsmodell durch Artikel 13 nicht sowieso unhaltbar wird.

Ich will eine Pause von der Frage: Wenn es so viel Widerstand in meinem Business gibt, bin ich dann auf dem richtigen Weg? Sollte es nicht leicht gehen, wenn ich meinem Herzen folge? Folge ich denn meinem Herzen? Höre ich mein Herz unter dem ganzen Geschrei in meinem Leben überhaupt?

Ich will eine Pause davon, eine Pause zu brauchen. Wo ist denn meine ganze Energie hin? Kaum springen in meinem CoCreation-Projekt 50% der Leute spontan ab, schon stelle ich die Idee in Frage und bin energielos und platt?

Ich will eine Pause. Denn ich will mit meinen Projekten richtig durchstarten.

Mit Deinem Ziel durchstarten
SergeyNivens

Heul nicht – Was willst Du denn?

Ich will mein Ziel noch klarer formulieren.

Ich will mir mehr Zeit für mich nehmen um auf mein Herz zu hören.

Ich will mit Partnern arbeiten, die mich ebenso unterstützen, wie ich sie.

Ich will Vereinbarungen treffen, die auch eingehalten werden.

Ich will mit voller Energie meinem Traum folgen.

Denn wann bin ich am begeistertsten? Wann bekommt mein Gesicht Farbe und ich sprühe und sprudle auf ein Mal über vor Energie?

Wenn ich Menschen helfen kann. Besonders als Coach. Wenn ich die Schwachstellen ihrer Strategien erkenne, die sie abhalten ihre Ziele zu erreichen. Wenn ich Dir helfen kann, Deine Berufung und Deine Stärken zu erkennen. Denn ich will Dir helfen, Dein Licht zu entzünden.

Puh. Das klingt ja fast, wie die Neujahrsansprache der Kanzlerin…

Dein Licht entzünden?

Nein! Das muss ich gar nicht.

Dein Licht war schon immer da. Du warst schon immer großartig und hast diese Stärken auch schon vor unserem Gespräch. Ich helfe Dir nur, den dicken Vorhang aus Selbstzweifeln zu entfernen und die Luftzufuhr für Dein Leuchtfeuer wieder zu öffnen.

Atme, lebe, strahle!

Es war ein regnerischer Novembertag, als Franz, schon deutlich nach der Abenddämmerung, den Gehsteig entlang ging. Die schicken Business-Schuhe trugen Ihn klaglos über den nassen Asphalt. 

Es war heute etwas später geworden. Wie immer. Das wichtige, alles entscheidende Projekt ließ ihm kaum noch die Luft zum Atmen… Es gab immer ein wichtiges Projekt. Doch dieses war besonders wichtig. Also hatte er den Kurs im Fitness-Studio abgesagt, seiner Frau eine Message geschrieben, dass er nicht zum Abendessen da sein würde und war geblieben.

Seine Füße kannten den Weg. Noch 3 Straßen und er wäre daheim. Endlich ins Bett. Es war Ihm gar nicht aufgefallen, dass seine Schritte ihn schon den halben Weg über die Straße getragen hatten.

Schwarz auf Schwarz

Dem LKW-Fahrer war er auch zunächst nicht aufgefallen. In seinem schicken anthrazitfarbenen Mantel, mit dem dunklen Business-Rucksack und den schicken schwarzen Lederschuhen. 

Lichter im Dunkeln – Bist Du stolz auf Dein Leben?
Will Swann

Dann aber doch. Glücklicherweise.

Wenige Meter vor Franz begann er ohrenbetäubend zu Hupen. Bremsen war aussichtslos. Mit abgefahrenen Reifen auf der nassen Straße. Doch er versuchte es dennoch. Im Lichtkegel des 12,5 Tonnen Lasters stand Franz mitten auf der Straße, wie ein verschrecktes Reh. Konnte keinen Muskel rühren, während das Ungetüm mit quietschenden Reifen auf Ihn zu schlitterte. 

Wie in Zeitlupe sah er das Wasser spritzen, die weit aufgerissenen Augen des Fahrers, den riesigen Schriftzug des LKW-Herstellers auf dem dreckigen Kühlergrill. Den Aufkleber “Bist Du stolz auf Dein Leben”, der auf der Motorhaube prangte.

“Bist Du stolz auf Dein Leben?” Franz fand einen Sekundenbruchteil um sich über die Frage zu wundern.

Dann übernahmen die Reflexe aus 20 Jahren Kampfsport. Von damals, als er dafür noch Zeit hatte. Franz hechtete zur Seite. Gerade noch rechtzeitig entging er dem Monster aus 12,5 Tonnen Stahl und Gummi, als Ihn plötzlich eine Urgewalt erfasste und mit einem Ruck, wie eine Puppe in der Luft herumwirbelte. Er war dem Laster entgangen. Der Rucksack auf seinem Rücken aber nicht.

Neustes IT-Equipment, Lederetuis, aus denen teure Stifte rutschten und jede Menge Papier flogen aus dem aufgeplatzten 299€ Rucksack noch durch die regnerische Luft, während Franz bereits in den gelben Säcken am Straßenrand aufschlug und mit einem hässlichen, knackenden Geräusch liegen blieb. 

Weiß auf Weiß

Als Franz wach wurde, war es hell. Es standen Blumen an seinem Bett. 

Bist Du stolz auf Dein Leben – Im Krankenhaus liegend wird plötzlich vieles klarer.
rawpixel

Seinem Bett?

Er lag in einem fremden Bett in einem weißen Raum, dem ein findiger Berater eine dezente, grüne Linie verordnet hatte, damit das Krankenzimmer etwas weniger steril aussehen würde. Das Krankenhaus wurde Patientenorientiert geführt. Focus on Patient.

Franz konnte seinen Kopf nicht bewegen. Er spürte seinen Körper nicht mehr. Dazu war alles extrem schwammig. 

Er erinnerte sich noch an ein helles Licht. Frieden. Beinahe wäre es alles vorbei gewesen. Doch jetzt war er hier.

Was wäre wenn?

“Bist Du stolz auf Dein Leben?” 

Was war los? Was war passiert?

Wie im Traum flog der Abend des Unfalls an Ihm vorbei. Dann die letzten Wochen, in denen er sich Tag für Tag immer später aus dem Büro geschleppt hatte. Seinen Sohn sah er nur noch beim Frühstück im stehen, bevor Franz eilig zum vorgezogenen Morgenmeeting hastete.

Frühstück mit der Familie – bist Du stolz auf Dein Leben?
Thought Catalog

Er dachte an die unschönen Worte, die er mit seiner Frau gewechselt hatte. 

Wieso eigentlich?

Franz überlegte. Doch der Grund wollte Ihm nicht einfallen.

“Bist Du stolz auf Dein Leben?” hatte sie ihn gefragt.

Klar. Er hatte es geschafft. 3 Beförderungen in 3 Jahren. Er hatte sein Gehalt verdreifacht und in Rekordzeit das Haus abbezahlt. Privatschule für den Kleinen und Urlaub an den exotischsten Stränden. Selbst den Luxusschlitten, von dem er immer geträumt hatte, hatte er nun in der Garage stehen.

Auch wenn er ihn in letzter Zeit immer häufiger stehen ließ und die 2km von der Arbeit nach Hause lief. Es tat Ihm gut.

“Bist Du stolz auf Dein Leben?”

Was sollte die Frage?

Wenn er nicht stolz auf sich wäre, wer dann? 

Nur…

Was wäre, wenn jetzt wirklich etwas schlimmes passiert war. Wenn er jetzt wirklich querschnittsgelähmt sein sollte? 

Der Gedanke war zwar absurd… er stand gewiss nur unter starken Medikamenten.

Aber wenn doch?

Er wollte immer malen… aber dafür hat die Zeit nie gereicht. Außerdem… Malen… was ist das für ein Hobby für einen erfolgreichen Mann?

Er hatte seiner Frau eine Staffelei geschenkt. Doch sie hängte daran inzwischen die Wäsche auf.

Und Der Job? 

Jeder war ersetzbar. Er würde vermutlich vom ehrgeizigen Kollegen aus der Etage tiefer ersetzt werden. Dem würde er den Knochenjob auch gönnen. Würde schon sehen, was er davon hat. Jedenfalls kein Leben mehr.

Doch was blieb? Was hatte er mit seiner Lebenszeit der letzten 43 Jahre angefangen, was für ihn selbst von Bedeutung wäre, wenn er im Rollstuhl säße?

Er hätte vielleicht beim letzten Nachbarschaftsfest nicht absagen sollen… Im Rollstuhl würde er die Hilfe der Nachbarn sicherlich häufiger mal brauchen.

Und seiner Frau mal Blumen mitbringen sollen. Sie hatte ihm immer den Rücken frei gehalten. Sie war eine gute Frau. Nur hatte er es ihr nie gedankt.

Und Fußball spielen mit seinem Kleinen im Garten. Was würde er gerade dafür geben, wenn er gestern das Meeting abgesagt hätte und wie versprochen mit seinem Sohn gespielt hätte.

Auf was bist Du stolz?

Auf was konnte er in seinem Leben noch stolz sein?

Etwas mehr Zeit für die Dinge im Leben zu verwenden, die wirklich von Bedeutung sind… Deiner Bestimmung folgen… Zeit mit Menschen verbringen, Die genau so verrückt im Kopf sind, wie Du selbst… und den ganzen unwichtigen Ballast einfach abstreifen und NEIN sagen und Dir dabei stets bewusst sein, dass Du damit JA zu Deinem Leben sagst.

Es gab so viel zu verändern in Seinem Leben. Doch jetzt galt es erst mal gesund zu werden.

Und dann würde er SEINE Ziele verfolgen… nur anders als bisher.

Der absolute Wahnsinn! Ironman Weltmeister Patrick Lange (2017 und 2018) läuft den Ironman Hawaii 2018 als erster Mensch unter 8 Stunden. Genauer: 7:52:38.

Ironman Hawaii 2018 Weltmeister Patrick Lange
Jürgen Matern

Klingt ganz schön lang – und das ist es auch: Denn die Strecke eines Triathlon Langdistanz (Ironman) besteht aus 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und anschließend noch 42,195 km Laufen. Also quasi ein paar km warmschwimmen und dann mit dem Rad von München nach Erlangen fahren, nur um dann einen Marathon bis nach Bamberg zu laufen.

Verrückt genug, dass der Sieg bei der Ironman Weltmeisterschaft mit Streckenrekord nicht gleichbedeutend mit der Weltbesttzeit im Ironman ist. Doch Jan Frodeno hält die Bestzeit, die er 2015 in Roth mit 7:35:39 aufgestellt hat. Zum Bedauern vieler Fans, ist Frodo jedoch dieses Jahr verletzungsbedingt ausgefallen.

Doch der Grund für den Zeitunterschied? Hawaii ist witterungsbedingt eine deutlich stärkere Herausforderung an den Körper der Athleten. Heiß, schwül inkl. Handicaps wie dem Energy Lab einer art Todeszone ohne Zuschauer, die durch besondere Hitze hervorsticht und auf dem Hawaii Ironman den Athelten das Leben besonders schwer macht.

Niemand muss sich mehr mit sich und der eigenen Motivation und den Zielen beschäftigen, als ein Spitzenathlet, der einen Ironman in Hawaii laufen will.

Doch im Ziel-Interview lässt Patrick Lange durchblicken, dass er nicht nach den “üblichen” Zielestrategien funktioniert.

Ironman Hawaii 2018 Zielstrategie von Patrick Lange: Mach mir keinen Druck!

Patrick Lange nach seinem Sieg als Ironman Weltmeister in Hawaii 2018

Spannend. Denn normalerweise ist doch die Annahme, dass jemand, der sein Ziel erreichen will, es sich auch genau dieses Zielbild klar vorstellen muss und ganz exakt auf dieses Ziel hinarbeiten.

Mit seiner Aussage, dass er so nicht funktioniert zeigt Patrick Lange, dass er eine Leistung wie den Sieg des Ironman Hawaii 2018 erreichen kann, indem er einen komplett anderen Weg beschreitet. Keine Peitsche, kein “Noch mehr Druck”. Im Gegenteil.

Bedeutet das nun, dass SMART und andere Zielestrategien wie Pabsbragör oder Visualisieren plötzlich sinnlos sind?

zieltraum sagt: grundsätzlich ist das so nicht ganz richtig.

Denn:  Wir sind alle Individuen. Und das heißt: Jeder funktioniert anders.

Es gibt einen ganzen Haufen an standardisierten Methoden, die als der heilige Gral der Zielerreichung gepriesen werden. Und für viele Menschen funktionieren sie auch. Doch nicht für Jeden gleich gut. Und es gibt auch Menschen, für die das “Übliche Vorgehen” nur schädlich und demotivierend ist. Es ist eben eine Frage der eigenen Persönlichkeit. Diese zu kennen ist der Schlüssel für das erfolgreiche verfolgen von Zielen.

Wenn Dein einziges Werkzeug ein Hammer ist, sieht plötzlich jedes Problem wie ein Nagel aus.

Was bedeutet das für Dich?

Wenn Du also mit den üblichen Lehrbuch-Methoden bisher keinen Erfolg hattest: Mach es wie der Ironman Hawaii 2018 Gewinner Patrick Lange und finde die zu Dir passende Zielestrategie.

Dazu ist es hilfreich, etwas mehr darüber heraus zu finden, wie Du funktionierst. Denn vielleicht ist es bei Dir wie bei Patrick und Druck ist für Dich eher schädlich.

Hierbei unterstützen wir Dich in der zieltraum Gemeinschaft gerne. Denn hier gehen wir nicht nur nach den Best Practices zum Ziele erreichen vor, sondern passen sie auch individuell auf Deine persönlichen Bedürfnisse an. Denn jeder von uns ist einzigartig.

Und mit den für Dich passend zusammengestellten Strategien, machst Du es auch wie Patrick Lange beim Ironman Hawaii…

Die letzten Meter beim Ironman Hawaii 2018 – Patrick Lange’s Zieleinlauf

Ziele müssen AROMA haben um gut zu erreichen zu sein. Als Akronym aus Kriterien für die Wohlgeformtheit von Zielen fügt sich die AROMA Ziele Definition nahtlos in die Reihe aus SMART, PABSBRAGÖR und PURE ein.

Die Buchstaben des Kunstwortes stehen für:

Das “A” in AROMA: Aussagefähigkeit

Das Ziel wird klar definiert und verständlich formuliert. Wenn es ein Unbeteiligter liest versteht er das Ziel ohne Rückfragen.

Das “R” in AROMA: Realistisch

Ähnlich wie im “R” von SMART ist ein realistisches Ziel wesentlich. Zu große Ziele verunsichern und demotivieren, während zu kleine Ziele  nicht ernst genommen werden. Daher ist es wichtig, ein für die Zielperson oder das Team forderndes, aber nicht überforderndes Ziel zu definieren.

Am Ende des Tages kann nur im Gespräch mit dem Ausführenden klären, ob das Ziel realistisch ist – so gerne hier so mancher Chef es von außen entscheiden möchte 😉

Die AROMA Ziele Definition will ein Ziel objektiv beschrieben sehen
Objektiv – Formuliere dein Ziel aus einer objektiven Position heraus.

Das “O” in AROMA: Objektiv

Im Gegensatz zu Einflüssen aus der Persönlichkeitsentwicklung, wie PABSBRAGÖR, ist ein AROMA-Ziel ausdrücklich objektiv beschrieben.

Es geht also um eine Betrachtung aus einer neutralen Position, aus der Sicht eines Dritten. Das hilft, von Anfang an bei der AROMA Ziele Definition, neutrale Maßstäbe anzulegen, wann das Ziel erreicht ist.

Messbarkeit in der AROMA Ziele Definition ist eines der 5 Ziele Kriterien

Das “M” in AROMA: Messbar

Wie auch das “M” in SMART, gibt dieses Ziel-Kriterium die Messbarkeit des Zielvorhabens vor. Hierdurch wird der Prozess der Zielverfolgung besser nachvollziehbar und Abweichungen vom Plan werden früh offengelegt. In gleichem Maße wie die hierdurch ermöglichte Kontrolle und ausgeübter Druck unangenehm werden können, besteht das Potential durch viele kleine erreichte Teilziele Motivationsschübe für den oder die Ausführenden zu ermöglichen.

Auch der Zielkorridor-Effekt kann hier zum Tragen kommen.

Das “A” in AROMA: Annehmbar

Annehmbar oder Akzeptiert: Ein Ziel wird vom Ausführenden angenommen, damit es eine motivierende Wirkung entfaltet. Im Agilen Projektmanagement (z.B. Scrum) ist dies ein zentraler Bestandteil der gesamten Methode. Ein Ziel, dem die Annahme durch den Ausführenden fehlt ist bestenfalls eine Handlungsanweisung.

Doch AROMA ist nicht Alles

Die Zielformulierung nach der AROMA Ziele Definition ist nur ein Punkt, den man als Ziele Umsetzer im Auge haben darf. Einige andere gute Tipps um dein Ziel zu erreichen, findest du in diesem Artikel.

Neben SMART, PURE und AROMA ist PABSBRAGÖR weiteres Hilfsmittel aus dem NLP zur Formulierung wohlgeformter Ziele.

Ziele Kriterien helfen, Ziele von Träumen oder Ideen zu unterscheiden.

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin

unbekannt

Und nicht nur mit Termin 😉

Ein Traum ist die perfekte Basis für ein motivierendes Ziel. Träume gründen meist in unseren tiefen Ängsten und Bedürfnissen. Damit werden sie zum Ausdruck sehr starker Triebfedern in unserem Leben.

Wenn wir nun ein Ziel verfolgen wollen, ist es hilfreich, eine starke Motivation als Basis zu haben.

Für die Emotion hinter einem Ziel gilt:
Je stärker, desto unaufhaltsam 🙂

Holger Theymann

Hast Du einen starken, emotional geladenen Traum? Dann gilt es, aus ihm motivierende und konkrete Ziele erwachsen zu lassen.

Hierfür ist PABSBRAGÖR hervorragend geeignet. Und im Gegensatz zu den SMART Ziele Kriterien, wird hier auch noch mal der Ökocheck gemacht. Also überprüft, ob das Erreichen des Ziels für dich wirklich gut ist.

Die besten Ergebnisse werden bei sehr konkret und pedantisch formulierten Zielen gemacht. Das klingt im ersten Moment lästig, zahlt sich aber auf lange Sicht aus. Denn solltest du dein Ziel nicht nach diesen Ziele Kriterien formulieren können, ist das ein Zeichen, dass vermutlich dein Ziel so nicht passt oder nicht zu dir passt.

Doch jetzt nimm dir gerne angemessen Zeit und formuliere dein Ziel.

Was ist “Angemessen”?

Das hängt natürlich von deinem Ziel ab. Geht es um ein Lebensziel, sind mehrere Tage oder Wochen, die in die konkrete Zielformulierung fließen gut investierte Zeit. Hier darfst du auch pedantisch sein und auch bei kleineren Unstimmigkeiten nachbohren und mit Coach oder Mentor darüber sprechen.

Geht es darum den Müll runter zu tragen, würde ich mich mit der Formulierung nicht lange aufhalten, sondern auf dem Weg mein Ziel formulieren 😉

Kurz: Der Nutzen steht im Vordergrund. Doch VORSICHT: Wenn du wie ich dazu neigst, an dieser Stelle zu sagen: “Ach, dann kann ich das ja mal schnell machen und kurz fassen”, sei gewarnt: Geh vorsichtshalber mal davon aus, dass 80% aller nicht erreichten Ziele auch nicht präzise formuliert waren. Wenn es dir also wichtig ist, nimm dir die Zeit, es gründlich zu tun.

Die Buchstaben in PABSBRAGÖR stehen für:

Erläuterung:

Das “P” aus PABSBRAGÖR: Positiv

Dein Ziel soll positiv formuliert sein, also keine “Verneinung” enthalten.
Statt “Ich will nicht mehr meine Ziele aufschieben” wäre also “Ich gehe meine Ziel sofort an” die positive Formulierung.
Der Trick ist, den Fokus auf das positive Ziel zu richten.

Das “AB” aus PABSBRAGÖR: Aktive Beteiligung

Wenn du dein Leben in der Hand haben willst, dann musst du auch zu 100% Verantwortung übernehmen. Deine Ziele sind also zu 100% von dir selbst erreichbar. Denn sonst baust du dir den Frust mit ein, da du nie weißt, ob Andere wirklich so handeln, wie du es dir erhoffst.
Du kannst beispielsweise ackern wie ein Tier, doch ob dein Chef dir deswegen die Beförderung bewilligt, liegt nicht in deiner Hand.

Das “S” aus PABSBRAGÖR: Spezifisch

Das Ziel soll präzise definiert sein. So, dass ein unbefangener Dritter es anhand der Beschreibung eindeutig versteht. Hierbei darf durchaus VAKOG verwendet werden. (Beschreiben mit allen Sinnen: Was siehst, hörst, fühlst, riechst und schmeckst du, wenn du dein Ziel in Gedanken erlebst?)

Das “B” aus PABSBRAGÖR: Beweis

Woran erkennst du eindeutig (oder auch dieser unbefangene Dritte) dass du dein Ziel erreicht hast? Wenn du des Morgens in deinem Bett aufwachst: woran erkennst du, dass es erreicht ist?

Das “R” aus PABSBRAGÖR: Ressourcen

Was benötigst du, um dein Ziel zu erreichen? Mache eine Bestandsaufnahme. Was hast du schon? Was brauchst du noch um dein Ziel erreichen zu können? Hierbei können Ressourcen z.B. Menschen, Fähigkeiten, Gegenstände, Unterstützer oder auch Coaches sein.

Das “AG” aus PABSBRAGÖR: Angemessene Größe

Welche Zielgröße motiviert dich optimal? Müssen deine Ziele gigantisch sein, damit du voller Motivation loslegst? Oder willst Du erst mal kleine Brötchen backen und dich an den vielen, kleinen Erfolgen erfreuen?

Das Geheimnis: Du kannst beides verbinden! Große Ziele sind wie Leitsterne. Sie geben eine Richtung. Doch für die ausdauernde Motivation sind Etappenziele hilfreich. Bei kleinen Zielen darfst du hinterfragen, zu welchem größeren Ziel oder Bedürfnis dieses kleine Ziel zugeordnet ist. Und plötzlich entsteht sogar hinter einem kleinen Ziel ein großer Leitstern.

Das “ÖR” aus PABSBRAGÖR: Ökologie-Rahmen

Welchen Preis musst du für das Erreichen dieses Zieles zahlen? Zeitlich? Emotional? Finanziell? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Und ist es dir das wert? Hier darfst du sehr ehrlich mit dir selber sein. Denn so schön das Ziel auch sein mag: wenn du bei den Versuchen es zu erreichen, dir mehr Schaden zufügst als Nutzen, dann wäre es gut lieber von Anfang an die Finger davon zu lassen.

Abgrenzung: PABSBRAGÖR vs. SMART

Ein wesentlicher Unterschied zum Business-Klassiker SMART ist der Ökocheck, mit dem überprüft wird, ob es dir auch gut tut, dein Ziel zu erreichen.

Zielekriterien sind nicht Alles

12 gute Tipps, wie du deine Ziele leichter erreist, erfährst Du in diesem Artikel.

Ziele erreichen ist nicht so einfach. Im Projektmanagement werden schlecht formulierte Ziele (je nach Studie) als Wesentlichstes oder Zweitwesentlichstes Kriterium für das Scheitern eines Projektes genannt. Und ganz ehrlich: Mit welcher Quote erreichst Du Dein Ziele? Ziele erreichen ohne sich welche gesetzt zu haben ist unmöglich. Da sind sich noch alle einig. Doch dann geht es schon los. Ziele setzen nach SMART, PABSBRAGÖR oder AROMA? Oder vielleicht willst Du das richtige Ziel für Dich erst noch finden? In Diesem Artikel erhältst Du 12 hilfreiche Tipps, wie Du in Zukunft leichter Deine Ziele erreichen kannst.

Vielleicht hast Du ja bereits etwas ähnliches erlebt:

Es war eine schneidend kalte aber sternenklare Nacht. Silvester war gerade erst ein paar Stunden vorbei. Irgendwo hatten ein paar ganz verrückte ihren Vorrat an Feuerwerkskörpern noch immer nicht verballert. Und so wurde der Himmel auch um 3 Uhr Nachts noch sporadisch erleuchtet – in grün, rot und manchmal auch mit Sternenregen.

Wir standen entspannt an eine Hauswand gelehnt. Hatten kräftig gefeiert und möglicherweise auch ein wenig getrunken. Karin blies den Rauch ihrer dritten Zigarette in die kalte Nachtluft. „Dieses Jahr wird alles anders. Ich werde mich endlich an meine Pläne und Vorsätze halten. Dieses Jahr werde ich meine Ziele erreichen!

Pete sah zu ihr rüber. „Karin?“

Sie: „Ja?“

Pete: „Hattest Du Dir nicht vor 3 Stunden erst vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören?“

Sie “…“

Karin ist kein Einzelfall. Wir alle sind Opfer unserer Gewohnheiten. Wir nehmen uns vor uns zu ändern. Doch wenn der Alltag über uns herein bricht, dann fallen wir schnell wieder in alte, funktionierende Muster zurück.

Doch wie können wir unsere Ziele erreichen? Nachhaltig. Und am besten auch noch mit Leichtigkeit?

12 Tipps, die Dir helfen, Deine Ziele zuverlässig zu erreichen:

1. Du willst ein Ziel erreichen. Hast Du überhaupt schon ein Ziel gefunden?

zieltraum Ziele erreichen – Zen gegen Ziele?
Melvin Thambi

Ziele zu finden ist nicht für jeden gleich leicht. Während der Eine sich fragt, wann er all diese tollen Ziele nur erreichen soll, sucht der Andere vergebens nach einem einzigen Ziel, dass sich lohnen würde zu verfolgen.

Was an dieser Stellt wenig hilfreich wäre: Sich deswegen zu verdammen. Denn schlussendlich sind es nur zwei Betrachtungsweisen, der selben Fragestellung: Welche Idee ist verfolgenswert? Jede hat ihre Vorzüge und Schattenseiten. Zu groß, zu klein, zu wenig attraktiv, unmöglich zu erreichen.

Bei der Entscheidung ist es am besten, wenn man es entspannt angeht. Wenn Du da, wo Du bist, bereits glücklich und zufrieden bist, dann willst Du vielleicht gar kein Ziel.

Wenn Du bei der Vorstellung, Du würdest Dein Leben, so wie es momentan ist, bis zum Ende Deiner Tage führen. Dann, am letzten Tag zurück blicken würdest und sagen: „Genau so und nicht anders!“ Dann gehörst Du vermutlich zu den glücklichsten Menschen, dieses Planeten.

Sollte Dir bei diesem Rückblick allerdings auffallen, dass Du das Ein oder Andere doch gerne noch verändern würdest, dann hast Du bereits die ersten Anregungen zur Zielfindung.

Wünsche und Träume der Kindheit

Alternativ Hilft es beim Ziele finden auch, sich zurück zu erinnern: „Was hast Du früher besonders gerne gemacht? Wann musste man Dich förmlich mit Gewalt aus dieser Beschäftigung herausreißen, damit Du zum Abendessen kommst?“

Wenn wir jetzt Dinge wie Fernsehen oder mit Freunden Kiffen mal streichen. Vielleicht bleiben auch hier vielleicht ein paar Dinge übrig, die Du vermisst und gerne in Deinem heutigen Leben hättest?

Abstumpfung durch „Realität“

Wenn es Dir schwer fällt, Dich auf solche Gedankenspiele ein zu lassen, dann bist Du übrigens nicht „defekt“. Die meisten von uns haben im Laufe unseres Lebens einfach nur verlernt zu träumen. Doch das lässt sich wieder trainieren.

TIPP: Ein Artikel, der sich nur um das Thema “Ziele finden” dreht, findest Du hier.

2. Um Ziele erreichen zu können, musst Du Dir erst Ziele setzen

Ziele setzen ist der erste Schritt zum Ziele erreichen - zieltraum - gemeinsam leichter Lebensziele erreichen
Tim Graf

Wenn Du jetzt einige Ideen zur Auswahl hast, stellt sich natürlich die Frage: Welche dieser Ideen sollte ich nun verfolgen?

Besonders die folgende Frage ist einer der größten Ideen-Killer. Tausende von guten Vorsätzen, Plänen und Ideen sind Ihr zum Opfer gefallen und liegen in langen, traurigen Reihen auf dem Friedhof der Chancen. Denn mit Sicherheit beantworten kann dies natürlich niemand bei keiner Idee.

Wird mich diese Idee auch Morgen noch begeistern?

Nein. Es gibt hier kein Hintertürchen. Keinen doppelten Boden. Es bleibt das Risiko, dass Du Morgen oder vielleicht in einem Jahr fest stellst, dass Du zwar Deine Ziele erreichen wolltest, es das aber einfach nicht war.

Doch ist das nicht besser, als Dein ganzes Leben nur abzuwarten?

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt. – Gotthold Ephraim Lessing

Und eine gute Nachricht habe ich auch noch: Die Frage nach dem „WARUM“ hilf Deine Motivation besser zu verstehen. Und das wiederum lässt hoffen.

Wenn Du eine Idee verfolgst, die Du mit einem WARUM in Deinem Leben haben willst, dass aus den Grundfesten Deiner Persönlichkeit entspringt – fest verankert mit Deinen Werten, die Dich vermutlich seit Deiner Kindheit begleiten – dann wird sich das vermutlich in den kommenden Monaten nicht signifikant verändern.

Empfehlenswert hierzu: Simon Sinek – Start with WHY.

Simon Sinek hat ein altes Thema extrem gut neu auf den Punkt gebracht. Die Frage nach dem WARUM.

Hier setzt auch eine Methode an, die wir bei Zieltraum in unseren Erfolgs-Gruppen einsetzen: WOOP (Whish, Outcome, Obstacle, Plan) Und beim Whish, dem Wunsch, stellen wir genau diese Frage: WARUM willst Du das.

Glaub mir: Dich ehrlich und offen mit dieser Frage auseinander zu setzen führt dich tief in den Kaninchenbau der Persönlichkeitsentwicklung und Selbsterkenntnis. Doch es wird Deinem Leben eine neue Qualität verleihen.

3. Ziele erreichen durch SMARTe Zielsetzung

SMART Ziele erreichen. Ziele setzen mit den SMART Ziele Kriterien bei zieltraum
PixelsAway

Doch genug jetzt. Ich habe „eingeloggt“.

Kennst Du noch „1, 2 oder 3“? Diese Ratesendung mit den Kindern, die von Bahn zu Bahn hüpfen, bis das „Plopp“ den letzten Hopp ankündigt und sie sich entschieden haben müssen? Mir geht die Melodie einfach nicht aus dem Kopf. Allerdings noch die alte Version von Michael Schanze.

Doch so wie in dieser Ratesendung is es ja nicht. Selbst, wenn Du einloggst und nach ein paar Wochen fest stellst, dass es keine gute Entscheidung war, liegt es ja an Dir, Dich zu entscheiden: Hat die Idee nur gerade an Zauber verloren, weil sie nun mit Arbeit zu tun hat? Oder war es wirklich eine Schnapsidee und Du solltest es lieber lassen?

Hier mein Tipp: Wenn Du häufiger nach relativ kurzer Zeit fest stellst, dass die tolle Idee doch nichts war… Das ist ein Muster. Also eine Strategie in Deinem Leben. Und in diesem Fall ziemlich sicher eine, die Dich schon ein paar Jahre begleitet. Für solche inneren Hindernisse haben wir im Zieltraum Universum unsere Coaches.

Doch auch ohne Coach kann es klappen: Zieh es einfach dennoch durch. Setze Dir von Anfang an ein klare Ziel und höre nicht auf, bevor dieses Ziel nicht erreichst ist.

Doch wie setzt man sich so ein Ziel?

Hier leihe ich mir aus dem Projektmanagement die SMART Zielkriterien. Beim Formulieren von Zielen nach den SMART Kriterien kann man noch deutlich tiefer einsteigen. Doch das habe ich an anderer Stelle bereits getan. Hier die Kriterien für SMARTe Ziele:

SMART ist zwar nicht das Maß aller Dinge, doch es hilft sich sehr, bei der Zielsetzung ehrlich mit sich selbst zu sein. Insbesondere lässt es nicht viel Freiraum für „Wischi-Waschi“, um sich selbst zu betrügen.

Besonders, wenn man den Ökocheck mit hinzu nimmt: Nach der Zielformulierung nach SMART hat man meist schon eine Vorstellung, wie hoch der Preis an Engagement, Zeit, Geld sein dürfte, den es kostet.

Hier lohnt es sich, noch mal schonungslos ehrlich mit sich selbst die Frage zu stellen: „Ist es mir das Wert?“

Doch es gibt auch noch andere Zielkriterien mit spannenden Namen wie PRABSBAGÖR oder PURE. Und nicht zuletzt sollen Ziele AROMA haben.

4. Zwischenziele setzen um Ziele schneller zu erreichen

Ziele erreichen Schritt für Schritt
Lisa Zoe

Bei einem Ziel wie dem Berlin-Marathon, kann man jetzt natürlich fragen, in wie weit das für einen 42-Jährigen Coach und Informatiker mit viel Sitzfleisch realistisch ist. Doch ich weiß, dass mein Körper sich schnell an neue Anforderungen anpasst. Also halte ich es für möglich.

Doch jeden Tag trainieren zu gehen, mit der Marathon-Distanz und meiner Zielzeit im Auge, wäre schnell deprimierend: “Heute 7km in einer Stunde geschafft… Und danach ging erst mal nichts mehr. Selbst wenn ich die 42km in der Geschwindigkeit durchhalten würde, wären das noch immer 6 Stunden. Ein Horror.”

Tipp: Solltest Du tatsächlich einen Marathon als Ziele haben, guck mal auf Fanntastisch laufen vorbei. Dort hilft Dir Fanny speziell mit Laufzielen.

Doch wie nun mein Ziel verfolgen und dennoch motiviert bleiben?

Hier kommen die Zwischenziele – oder auch Milestones – ins Spiel.

Es gibt mehrere Gründe, aus denen Zwischenziele wichtig sind: Zum Einen gibt das Erreichen eines Zwischenziels einen Motivationsschub. Du kannst es feiern! Und das beschleunigt wiederum das Erreichen Deines Gesamtziels.

Zum Anderen haben Forscher herausgefunden, dass es einen Zielerreichungs-Tunnel gibt. Im Grunde so etwas wie die Zielgerade vor dem Ziel. Das letzte Stück, ab dem das Ziel in Sicht ist. Denn auf diesem Stück mobilisieren wir plötzlich Reserven, die wie aus dem Nichts entstehen.

Und natürlich kannst Du Zwischenziele auch sehr schön nutzen, um zu überprüfen, ob Du, bei gleich bleibender Entwicklung, Dein Ziel auch zum gesetzten Zeitpunkt erreichst.

Daher gilt auch bei den Zwischenzielen SMART. Oder wie der Agile Projektleiter sagen würde: Die DoD – also die Definition of Done – zu definieren.

Meine Empfehlung: Mach Dir ein Zieleboard, an dem Du Deine Milestones entlang eines Zeitstrahls notierst (oder mit Post-its festklebst). Ich hab dafür ein Magnetboard. Das funktioniert auch klasse.

So siehst Du immer Deine nächsten Ziele – und wenn Du unter die Milestones die dafür nötigen Aufgaben hängst, behältst Du stets den Überblick.

5. Ziele erreichen sich nicht von selbst: Du musst selbst aktiv werden

Nimm Deine Ziele in die Hand. Ziele erreichen mit zieltraum
Joshua Earle

Toll geplant haben schon viele ihre Ziele. Doch jetzt kommt der eigentliche Schlüssel. Das Erfolgsgeheimnis schlechthin.

TUN.

Ja. Das war es schon.

Und wir wissen beide, dass das nicht so leicht ist, wie es klingt. Denn wäre es anders, würdest Du gerade nicht diesen Beitrag lesen 😉

Im Folgenden kommen noch einige Tipps zur Motivation – klar. Im Grunde dreht sich jetzt Alles ums Tun. Doch zwei Dinge möchte ich Dir mitgeben, die nur Du mit dir selbst ausmachen kannst:

Zeitmanagement. Plane Dir Zeit für Dein Ziel ein. Damit meine ich: Wenn am Ende des Tages überraschend nach der Arbeit und vor dem Pokerabend keine Zeit mehr blieb… Dann wird das nichts.

Plane Dir feste Zeiten ein, die Du Dir für Deine Zielarbeit frei hältst. Und beachte den Grundsatz der Zeitplanung: Nicht mehr als 60% Deiner Zeit verplanen. 40% sind eh Überraschungen, Pausen, Kaffee holen oder wichtige ungeplante Sitzungen.

Der Zweite Tipp: Ziele erreichen durch einen Vertrag mit Dir selbst. Nimm das wirklich ernst und setze einen förmlichen Vertrag auf und lies ihn Dir laut vor – wie beim Notar – und dann unterschreibst Du ihn mit Deinem besten Stift.

Das ist ein Versprechen Dir selbst gegenüber, dass sich nicht so leicht brechen lässt. Denn Du hast es aufgeschrieben. Und das geschriebene hat noch mal besonderes Gewicht.

Ich bin ein großer Freund von handgeschriebenen Verträgen. Schön geschrieben. Denn Du darfst ihn Dir anschließend so an die Wand hängen, dass Du ihn auch regelmäßig sehen und lesen kannst.

6. Gemeinsam leichter Ziele erreichen

Gemeinsam Lebensziele erreichen mit zieltraum
serrnovik

Wie so ziemlich jeder kennst Du sicherlich auch die Fitness-Studio Situation. Man meldet sich an, nimmt sich vor regelmäßig hin zu gehen und nach wenigen Monaten beginnen die ersten Ausfälle. Dann werden es mehr und schließlich besucht man noch sporadisch das Fitness Studio. Wenn überhaupt.

Das ändert sich bei Team-Sportarten. Hier kannst Du nicht einfach ausfallen lassen. Vom Formationstanz über das Volleyball-Team bis hin zur Laufgruppe. Die „Dran-Bleib-Quote“ ist höher, je mehr Du Dich der Gruppe gegenüber verpflichtet hast.

Bist Du der „Aufwärmen des Tages“ dann kannst Du unmöglich fehlen. Daher mein Tipp: Engagiere Dich. Doch selbst wenn Du „nur“ Mitläufer bist, setzt Du Dich einem gewissen sozialen Druck aus. Ein Druck, der Dir in diesem Fall hilft, Dein Ziel zu erreichen. Also nimm ihn mit.

Such Dir eine Gruppe mit Gleichgesinnten, mit denen Du trainieren kannst – oder was auch immer Dein Ziel ist.

Bei Zieltraum haben wir dafür unsere Zieltraum-Community und die Erfolgs- und WOOP-Gruppen. Hier gilt, neben gegenseitiger Wertschätzung und Unterstützung vor Allem Eines: Keine Ausreden!

7. Wenn Du Deine Ziele erreichen willst, darfst Du Hilfe annehmen.

Wer Ziele erreichen will, darf auch Hilfe annehmen - zieltraum - gemeinsam leichter Lebensziele erreichen
Alex Iby

Von vielen Spirituellen Lehrern kennt man das Vorgehen: Visualisiere Deinen Wunsch und dann lass Ihn los. (Wunsch ans Universum, The Secret etc.)

Und das ist def. ein Teil der Lösung. Da bin ich ganz sicher. Doch darfst Du über all das Loslassen nicht vergessen auch zuzupacken wenn Jemand Dir die Hand zur Hilfe reicht.

Ich muß dabei immer an den ersoffenen Pfarrer denken, der im Eis eingebrochen und dann ertrunken ist. An der Himmelspforte fragt er ganz aufgelöst, wieso Ihn der Herrgott denn nicht gerettet habe. Schließlich sei er doch ein braver Pfarrer gewesen und habe nie gesündigt und selbst dem Tode nahe, habe er nur auf den Herrgott vertraut.

Petrus guckt Ihn an und schüttelt nur den Kopf: „Du erinnerst Dich an den Metzger, der vorbei kam und Dir helfen wollte? – ER hat Ihn geschickt, doch Du hast seine Hilfe nicht angenommen. Hast Ihn weiter geschickt, weil der Herrgott Dich Greten wird. Dann kam der Müller – doch Du hast ihn weiter gehen lassen. Der Maurer samt Geselle. Der Kaufmann. Dann bist Du ersoffen. All die hatte unser ER geschickt. Und Du sagst ER habe Dir nicht geholfen?“

Kurz: Vergiss nicht Hilfe an zu nehmen. Ein Teil dieser spirituellen Einstellung ist auch, dass Du es Dir erlauben darfst zu nehmen. Erstaunlich viele Menschen haben hier ein Thema.

Und ich lege noch eines drauf: Du darfst sogar um Hilfe bitten.

Es ist überaus hilfreich, Dich mit Menschen zu umgeben, die bereits getan haben, was Du vor hast oder/und die es selber tun wollen. Hier hast Du den ultimativen Energieschub und gleichzeitig fachlichen Austausch.

Es gibt wenig nützlicheres als in einem Team und mit Mentoren und Vorbildern gemeinsam auf ein Ziel zu zu arbeiten.

8. Wenn Du ein Ziel erreichst – auch ein Zwischenziel: Feiere!

Zieltraum – Ziele erreichen – Feiere Deinen Sieg
Aditya Chinchure

Bei aller Motivation und disziplinierter Zielerreichung: Vergiss nicht, Dich zu belohnen.

Wir sind zwar alle schon erwachsen und unheimlich viel weiter… doch Belohnungen sind aus Kindertagen noch immer in uns verankert. Also nutze dieses Wissen.

Schaffe Dir eine „Wenn-Dann“-Verknüpfung. WENN ich dieses Zwischenziel geschafft habe, DANN gehe ich in diesem Luxusschuppen essen oder gönne mir einen Massage-Wellness-Tag oder kaufe mir endlich diese Segeljacht, von der ich schon so lange Träume.

Was auch immer Dir so richtig von Herzen gut tut und in einem für Dich angemessenen Rahmen liegt.

Und wenn Du schon dabei bist: Rekapituliere ruhig die Aufgaben, die hinter Dir liegen und lobe Dich für’s dran bleiben. Das steigert ganz nebenbei Dein Selbstvertrauen und den Zielsog.

9. Ziele erreichen ist eine Frage der Einstellung

Form

Das ist einer meiner Lieblings-Tipps. Ob Du Dein Ziel erreichst oder nicht, ist zu 90% eine Frage Deiner Einstellung zum Ziel. Also sorge für ein hilfreiches Mindset.

Wenn Du bisher also nicht der Super Ziele-Performer warst, dann denkst Du vermutlich noch etwas ungünstig über Ziele – oder auch über Deine eigenen Qualitäten.

Glaubenssätze wie „Ich bin das nicht wert“ oder „Das habe ich nicht verdient“ oder „Wer bin ich denn, sowas zu wollen“ oder auch “Ich bin ein Versager” sind nicht hilfreich. Denn wir neigen dazu, uns unsere tiefen Überzeugungen zu bewahrheiten.

Wie die Geschichte von Roger Bannister. Niemand glaubte, das es einem Menschen möglich sei, die Meile (1609m) unter 4 min zu laufen– also hat es auch niemand geschafft. Doch kaum hatte er die Hürde überwunden und mit seinem Weltrekord (3:59,4 min) bewiesen, dass es geht, schon schafften es mehr und mehr andere Läufer auch. Der Erste bereits nach wenigen Wochen.

OK. Da verrate ich Dir vermutlich nichts neues.

Doch es gibt Möglichkeiten, daran zu arbeiten. Zum Einen: Klar – kannst Du Dir einen Coach suchen und Glaubenssatzarbeit mit ihm machen. Definitiv eine gute Idee, denn das bringt einiges ins Rollen.

Doch Du kannst auch schon einiges selber machen: Affirmationen (z.B. als CDs oder auch selbst gesprochene) und Selbsthypnosen können schon kleine Wunder vollbringen. Sowie Selbst-Coaching-Module, die Dich ebenfalls bereits unterstützen können.

Doch auch Ziele-Poster oder Ziele-Karten, die Dich immer wieder an das Ziel erinnern. Ebenso wie Visualisieren eine gute Idee ist.

Visualisieren und Vision-Boards sind eine verbreitete Methode, sich auf das geplante Ziel einzustimmen und das Unterbewusstsein daran zu erinnern, dass man da “eigentlich” längst sein möchte…

„Das ist ja sowas von 80er?“ – nun, die Funktionsweise unseres Hirns hat sich in den letzten 10.000 Jahren eben nur minimal verändert.

Allerdings hat man (also, Gabriele Oettingen war es) herausgefunden, dass reines Visualisieren nicht für jeden hilfreich ist. In Ihrer WOOP-Methode, die wir in den Zieltraum-Gruppen auch anwenden, werden neben der Zielvisualisierung auch die erwarteten Hindernisse und deren Lösung visualisiert.

Gabriele Oettingen’s WOOP

Vereinfacht ausgedrückt, können die meisten Menschen den Gedanken leichter annehmen, dass sie ihre Ziel wirklich erreichen, wenn sie dazu auch Probleme überwinden mussten.

Zusammen mit den Zielpostern und Karten, die Du gerne überall verteilen darfst, wo Du Dich aufhältst, damit sie Dich immer wieder an Dein Ziel erinnern, nutzen wir damit eine der ältesten Schwächen unseres Hirns:

Es ist gefangen in einem dunklen Hohlraum ohne Kontakt zur Außenwelt.

So absurd das klingt: Dein Hirn erhält alle Informationen nur durch Nervenimpulse. Also durch Strom. Und es werden die gleichen Hirnareale aktiv, wenn wir etwas tun, wie wenn wir uns intensiv vorstellen, es zu tun. Plus: Wenn Wege in unserem Hirn häufiger beschritten werden, dann werden sie ausgebaut. Neuroplastizität nennen wir das.

Zusammen ist so 1 + 1 = 5.

Wenn Du Dir also multipel wiederholt vorstellst, wie Du Dein Ziel erreichst und alle Hindernisse dazu überwindest, dann wird das für Dein Hirn unabwendbare Realität.

Und wir neigen – wie oben bereits geschrieben und wie Du es sicherlich von eigenen schlechten Angewohnheiten kennst – dazu, unsere tiefen Überzeugungen zu erfüllen.

Bist Du also fest – und ich meine WIRKLICH FEST – davon überzeugt, Dein Ziel zu erreichen, dann werden Dich keine 100 Bulldozer davon abhalten können einen Weg zu finden.

10. Sei beim Ziele erreichen unveränderlich beim Ziel, doch flexibel in der Wahl des Weges

Ziele erreichen durch Resilienz - zieltraum - gemeinsam leichter Lebensziele erreichen
Ina Zhynko

Wobei ich gleich beim nächsten Tipp bin. Flexibel und starr. Das ist die Zauberformel.

So wie die unvergleichlichen, japanischen Samurai-Schwerter aus gefalteten Lagen aus weichem und starrem Metall bestanden, so ist auch der perfekte Weg zu Deinem Ziel weich und hart zugleich.

Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.  – Friedrich Nietzsche

Hart, was Dein Ziel angeht. Bleib dabei. Bleib Deinem Ziel treu. Durch Kompromisse bei einem bereits gesetzten Ziel wirst Du mehr und mehr zum Versager. “Marathon? Ach Halbmarathon reicht auch… aber die Zeit kann ich ja lassen…”

Bleib Dir treu. Und beweise Dir, dass Du Dir vertrauen kannst. So entsteht mehr und mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Eigenschaften, die wiederum beim Erreichen von Zielen sehr nützlich ist.

Doch da war noch was: Wo bleibt denn Weich?

Sei weich und flexibel bei Deinem Plan. Kaum ein Plan überlebt das Projekt. Zu Anfang hast Du Dir die Dinge anders vorgestellt, als sie sich auf dem Weg herausstellten. Hier darfst Du flexibel in Deiner Zielplanung sein. Egal wie schön Dein Plan war. Wenn dieser Weg nicht funktioniert: Nimm einen Anderen.

Besonders aber: Sei ehrlich zu Dir selbst: Hast Du gerade Angst anzukommen oder war dieser Weg wirklich schlecht und sollte geändert werden? Denn gerne nutzen wir unbewusst die Möglichkeit um nicht an unser Ziel zu kommen. Wieso? Einfach weil wir das Leben, wie es bisher war kennen. Neue und unbekannte Situationen machen uns von Natur aus Angst.

11. Willst Du deinen Plan einhalten? Dann arbeite fokussiert an Deinem Ziel

Pomodoro Zeitmanagement hilft Ziele erreichen - Zieltraum - gemeinsam leichter Ziele erreichen
Zoltan Tasi

Hier noch ein Tipp zum Selbstmanagement: Wir können kein Multitasking. Unser Bewusstsein arbeitet IMMER nur an einem Task. Für das Gefühl von Parallelität, dass wir manchmal haben, schaltet unser Hirn schnell um. Ein Vorgang, der Energie kostet.

Also sorge für ablenkungsfreie Arbeitsphasen. Sie sind um ein vielfaches produktiver.

Eine Technik, die es mir dabei angetan hat, ist die Pomodoro-Technik.

Dabei arbeite ich in 25min-Phasen vollkommen konzentriert und ohne jegliche Ablenkung (Mail aus, Telefon aus, kein Facebook oder sonstiges) an einem Thema.

Die Ergebnisse sind beeindrucken. Probier es aus.

12. Ziele erreichen mit agilen Methoden: Die Retrospektive als Booster

Retrospektive aus dem Agilen Projektmanagement als Hilfsmittel zum Ziele erreichen
Fredrick Kearney Jr

Abschließend noch ein Learning aus der agilen Projektwelt: Review und Retrospektive.

Im Review betrachte ich nach einem Arbeitszyklus – das könnte z.B. beim Erreichen eines Meilensteins sein, gerne der auch bereits nach 2 Wochen – Je nach Ziel – was ich erreicht habe. Einfach um mir bewusst zu machen, dass ich einiges geschafft habe. Denn gerne gehen die kleinen Erfolge mal unter und man fragt sich: „Was hab ich die Woche eigentlich gemacht?“

Sollte diese Frage zu Recht gestellt werden, wäre das ein guter Einstieg in die Retrospektive: Hier beginnt die Betrachtung „Was an meinem letzten Arbeitszyklus lief besonders gut? Was lief mies?“ Gedanklicher Augenmerk liegt hierbei auf den Strukturen.

Merke ich also, dass ich mich durch meine eigenen Regeln gerade produktivitätshemmend einschränke, dann ändere ich sie in der Retrospektive.

Kaum verloren wir das Ziel aus den Augen, verdoppelten wir unsere Anstrengungen. – Mark Twain

So habe ich mir beispielsweise bei meinem Start mit Pomodoro die Pausen anfänglich mit Mails lesen vertrieben oder auch meine Arbeitsphase ein paar Minuten überzogen, so dass ich plötzlich schon ohne Pause mit der nächsten Einheit hätte starten müssen.

Das Fehlen der Pausen hat dann aber schnell dazu geführt, dass die produktiven Phasen nicht mehr richtig gerockt haben. Also habe ich hier steuernd eingegriffen und mich ab da besser an meine Pausen gehalten. Mit Erfolg.

Das waren 12 Tipps mit denen Du leichter und sicherer Deine Ziele erreichst.

Ich hoffe wirklich von Herzen, dass ich Dir mit diesen Tipps helfen konnte, Deinen Zielen ein paar Schritte näher zu kommen. Ziele sind mein Herzensthema. Und ich wünsche Dir nichts mehr, als dass Du Deine Ziele angehst. Damit Du nicht am Ende Deiner Tage, traurig auf die verpassten Chancen zurückblicken musst.

Konnte ich dein Interesse an Zielen wecken?

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